Terrarienhaltung:
Ein Ringelnatterterrarium sollte so groß wie möglich sein, da sie sehr aktiv sind.
Für 2 adulte Tiere wird mindestens 120 x 60 x 60 cm empfohlen, wobei mir persönlich das noch zu klein ist. Ich bevorzuge mindestens ein gut strukturiertes 150 x 70 x 80 cm Terrarium. Obwohl Ringelnattern keine Kletternattern sind haben sich besonders die hohen Äste und Plattformen bei meinen gehaltenen Tieren als ihr Lieblingsplatz herausgestellt.

Ganz wichtig ist ein großer Wasserteil, in den sie sich auch mal reinlegen bzw. schwimmen können, angepasst an die Größe des gehaltenen Tieres.
Die Temperaturen sollten um die 20°-25° C liegen, wobei auch Sonnenplätze von 30° C ( punktueller Spot) gerne genutzt werden. Eine UV Lampe ist nicht notwendig.
Gesteuert werden die Lampen per Zeitschaltuhr. Orientieren kann man sich hierbei an den Sonnenzeiten des jeweiligen Verbreitungsgebietes.


Optisch sollte es so naturgetreu wie möglich gehalten werden.
Zur Einrichtung gehören außer dem Wasserteil noch Steine, die gerne als Sonnenplatz genutzt werden, Äste und mehrere Versteckmöglichkeiten.
Auch echte Pflanzen sollten nicht fehlen. Hier eignen sich besonders Farne und Gräser.

Hier ein Foto von meinem Aufzuchtbecken


Da Ringelnattern in der Natur sehr scheu sind und meist von Versteck zu Versteck schlängeln darf der Boden des Terrariums ruhig flächendeckend gestaltet sein.

Als Bodengrund eignet sich ein Walderde, Torf, Kokoshumusgemisch.

Ich persönlich halte meine Tiere in Freilandterrarien.



Mittlerweile sind sie in ein 12 qm großes Freilandterrarium umgezogen.




Gruppenhaltung
Eine Gruppenhaltung von Ringelnattern ist möglich, vorrausgesetzt ihr Lebensraum (Terrarium/ Freilandterrarium) ist dementsprechend groß.
Lediglich bei der Fütterung muß aufgepaßt werden wenn es sich um verschieden große Tiere handelt.
Es sollte jederzeit möglich sein notfalls einzugreifen und Tiere getrennt unterzubringen.
Möchte man beide Geschlechter zusammen halten muß darauf geachtet werde, dass das Weibchen zum Zeitpunkt der Geschlechtsreife des Männchens groß genug ist um eine Legenot zu vermeiden.

Eine geschlechtsgemischte Gruppenhaltung mit anderen Wassernattern ist wegen der Bastardisierungsgefahr zu vermeiden oder die Nachzuchten entsprechend zu deklarieren.




Winterruhe / Hibernation :
(lat. hibernare = überwintern )

Die Winterruhe dauert von etwa Mitte Oktober bis Mitte April.
Abgehalten wird diese in Gruppen an frostfreien Plätzen wie z.B. in Laubhaufen, im Erdreich oder auch in Komposthaufen.
Ringelnattern sind poikilotherm (wechselwarm), dass heißt sie produzieren keine eigene Körperwärme, sondern nehmen diese von der Umgebung und den Sonnenstrahlen auf.
In dieser Jahreszeit wird der Stoffwechsel durch die absinkenden Temperaturen herabgesetzt. Die Nattern bewegen sich weniger, Atmung und Herzfrequenz gehen zurück. So schaffen sie es in der kühlen Jahreszeit kaum Energie zu verbrauchen, wodurch auch keine Nahrung mehr notwendig ist.
Im April verlassen sie ihre Winterquartiere wieder und suchen ihre Paarungsplätze auf.


Bei Terrarientieren führt man die 4 monatige Winterruhe am besten in Faunaboxen bei ca. 5° C im Keller durch.
Hierbei muss man darauf achten die Temperaturen über mehrere Wochen langsam herunterzufahren.
Etwa 4 Wochen vor Beginn wird nicht mehr gefüttert, damit sie mit leerem Magen in die Winterruhe gehen.
Als Einstreu für die Boxen eignet sich das selbe Gemisch das als Bodengrund im Terrarium verwendet wird mit zusätzlich Laub als Versteckmöglichkeit.
Auch ein Wassernapf darf nicht fehlen... diesen lediglich alle paar Tage mit frischen Wasser füllen. Ansonsten sollten die Tiere nicht gestört werden.
Nach der Winterruhe wird genau umgekehrt verfahren…langsam die Temperaturen und Beleuchtungszeit erhöhen bis sie letztendlich wieder in ihr Terrarium umgesetzt werden dürfen.



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